Was bedeutet meine Erkrankung?
Diese Information unterstützt Sie, wenn Sie die Diagnose Fortgeschrittene Hüftgelenksarthrose gestellt bekommen haben.
Das Hüftgelenk verbindet das Becken mit dem Oberschenkel. Hier sitzt der Oberschenkelkopf (Hüftkopf) in der Hüftpfanne. Das Hüftgelenk ist ein sogenanntes Kugelgelenk: deshalb ist es möglich, dass Sie Ihr Bein in alle Richtungen bewegen und drehen können. In einem gesunden Hüftgelenk sind sowohl der Hüftkopf des Oberschenkelknochens als auch die Gelenkpfanne des Beckenknochens mit Knorpel überzogen (Abbildung A).
Bei einer Hüftgelenksarthrose (Coxarthrose) verschleißt die schützende Knorpelschicht der Knochen im Hüftgelenk, wird rissig und dünner (Abbildung B). Dadurch steigt die Druckbelastung der Knochen. Mit der Zeit lässt die Beweglichkeit des Gelenks immer weiter nach. Mediziner verwenden dafür oft den Begriff Degeneration. Umgangssprachlich wird Arthrose auch Gelenkverschleiß genannt.
Das erste Anzeichen für eine Hüftgelenksarthrose sind oft Schmerzen im Hüft- und Leistenbereich. Typische Symptome sind:
der sogenannte Anlaufschmerz und
eine kurze Morgensteifigkeit der Gelenke.
Beim Anlaufschmerz sind die ersten Bewegungen nach längerem Ruhen schmerzhaft. Nach kurzer Zeit lässt der Schmerz normalerweise aber nach. Auch die Morgensteifigkeit der Gelenke hält bei der Arthrose nur kurz an, bis sich die Gelenke warmgelaufen haben. Bei einer Arthrose können sich die Symptome phasenweise bessern und wieder verschlimmern.
Eine Hüftgelenksarthrose kann ohne ersichtliche Ursache auftreten (primäre Coxarthrose), meist spielen aber mehrere Faktoren eine Rolle. Zu den häufigsten Faktoren gehören:
höheres Alter
starkes Übergewicht
Sportarten mit intensiven Stoßbelastungen (wie Fußball oder Handball)
familiäre Veranlagung
Die Hüftgelenksarthrose kann aber auch im Verlauf einer anderen Erkrankung entstehen – beispielsweise bei Durchblutungsstörungen (sekundäre Coxarthrose).
Zu den Faktoren, die eine Arthrose begünstigen können, gehören außerdem:
angeborene Fehlstellungen der Hüfte (Hüftdysplasien)
seltene angeborene Hüfterkrankungen
schwere körperliche Arbeit
entzündliche Gelenkerkrankungen (wie rheumatoide Arthritis)
frühere Hüftverletzungen, zum Beispiel Knochenbrüche im Bereich des Hüftgelenks oder ein ausgerenktes Hüftgelenk
knöcherne Auswüchse am Hüftgelenk, die zu Engstellen zwischen Hüftkopf und Gelenkpfanne führen (Hüftimpingement)
Neben den oben genannten typischen Symptomen kann sich eine Arthrose durch verschiedene weitere Beschwerden bemerkbar machen:
Das betroffene Gelenk schmerzt, wenn man leichten Druck darauf ausübt.
Das Gelenk ist nicht mehr so beweglich wie früher.
Während man das Gelenk bewegt, ist eine Art Reiben oder Knirschen zu spüren.
Das Gelenk wirkt leicht geschwollen oder auch knubbeliger als gewohnt.
Der Arzt erläutert das Krankheitsbild
Die Patientin hatte keine Kraft mehr im Bein
Der Arzt erläutert die Ursachen der Erkrankung
Die Patientin beschreibt ihre Symptome
Der Arzt beschreibt mögliche Beschwerden
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.